karaffe / dekanterDie Karaffe ist ein Tafelgefäß aus geschliffenem Glas oder Kristallglas, das meist eine flaschenähnliche Form und einen Griff hat. Das Wort hat seinen Ursprung im Arabischen (1).
Üblicherweise wird die Karaffe zum Dekantieren von Wein verwendet. Der Füllinhalt beträgt in der Regel ungefähr 1 Liter. Nebst der klassischen Weinkaraffe gibt es noch Krüge für Limonade. Hier gibt es eine Besonderheit, die „Kalte Ente“, eine große Karaffe mit einem meist herausnehmbaren Einsatz für gestoßenes Eis, um für Kühlung zu sorgen.
Das Einschenken aus einer Karaffe bezeichnet man auch als Kredenzen oder Dekantieren; daher der Name Dekanter.
Eine besonders schöne Ausführung der Karaffe ist die Version aus geschliffenem oder mundgeblasenem Glas, meist Kristallglas, in Verbindung mit echtem Silber oder auch einer versilberten Montierung. Die Karaffe mit Silbermontierung hatte ihren Höhepunkt in der Zeit zwischen 1830 und 1930. Es handelt sich hierbei um Gefäße mit einem gläsernen Körper und einer silbernen oder versilberten Montierung. Unter Montierung versteht man die Einfassung des Halses, einen Griff und einen Deckel. Der Vorteil bei dieser Art von Karaffe besteht darin, dass es keine Tropfen mehr gibt, da der Metallrand den Tropfen abschneidet. Ab 1930 kam es zu einer rückläufigen Produktion solcher Karaffen. Originale Stücke aus jener Zeit sind rare und gesuchte Sammelobjekte. Dass vor 1830 solche Stücke nicht hergestellt wurden, lässt sich vermutlich dadurch erklären, dass für Wein bis zu diesem Zeitpunkt eher Kannen aus anderen Materialien verwendet wurden.
In Studentenverbindungen wird unter Karaffe ein Trinkgefäß größeren Volumens für Bier verstanden, das in einem Trinkwettkampf in einem Zug geleert werden soll.
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